Activity First Advanced Level – Komplexe Systeme sicher führen
Die Spezialisierung in Geriatrie, Neurologie, Onkologie und Psychosomatik
Orthopädische Routinebefunde sind im Praxisalltag gut beherrschbar. Doch was passiert, wenn geriatrische Multimorbidität, schwere neurologische Ausfälle, onkologische Verläufe oder tief sitzende psychosomatische Schmerzmuster aufeinandertreffen?
In der Praxis führt das regelmäßig zu Unsicherheit und Zurückhaltung: Wie weit darf ein Patient mit ausgeprägter Fatigue oder Kachexie aktiv belastet werden? Welche Reize setzen wir bei Patienten mit starken kognitiven und körperlichen Einschränkungen? Und wie durchbrechen wir die Abwärtsspirale aus Angst, Stress und vegetativer Übererregung, ohne in rein passive Techniken oder esoterische Scheinwelten abzudriften?
Das Activity First Advanced Level ist die konsequente Spezialisierung für Behandler und Trainer, die bei anspruchsvollen Indikationen maximale Handlungssicherheit fordern. Getreu unserem Leitsatz Activity First übertragen wir das 100 % aktive Behandlungs- und Bewegungskonzept direkt auf die hochkomplexen Felder der Geriatrie, Neurologie, Onkologie und Psychosomatik.
Das Curriculum:
3 Kurse zur Beherrschung komplexer Indikationen
Kurs 1: Geriatrie, Neurologie & Onkologische Rehabilitation
Starke körperliche & kognitive Einschränkungen: 100 % aktive Behandlungsansätze für Patienten mit Multimorbidität, Demenz, Neurodegeneration oder ausgeprägten motorischen Defiziten – Erhalt und Wiederaufbau von Autonomie und funktioneller Mobilität.
Neurologische Rehabilitation: Gezielte Aktivierung und Bewegungsanbahnung bei zentralen und peripheren Läsionen – motorisches Lernen trotz Einschränkungen fördern.
Onkologische Rehabilitation & Schmerztherapie: Aktive Trainings- und Behandlungsstrategien bei Krebserkrankungen – sichere Belastungssteuerung bei Cancer-related Fatigue, Polyneuropathien und Kachexie sowie evidenzbasierte Schmerzlinderung im onkologischen Verlauf.
Kurs 2: Grundlagen der Psychosomatik & Therapeutische Kommunikation
Pathologie & Neurophysiologie: Die neurobiologischen Mechanismen somatoformer Schmerzstörungen, vegetativer Fehlregulationen und zentraler Chronifizierung verstehen.
Gezielte Kommunikation mit Schmerzpatienten: Gesprächsführung auf Augenhöhe – Deeskalation von Krankheitsängsten, Abbau von Widerständen und Auflösung passiver Erwartungshaltungen.
Förderung des Selbstwertgefühls: Patienten aus dem Gefühl des ausgelieferten „Krankseins“ zurück in die Selbstwirksamkeit führen.
Aktive Behandlungsstrategien: Konkrete Handlungspläne zur Durchbrechung psychosomatischer Symptomkreisläufe im therapeutischen Setting.
Kurs 3: Evidenzbasiertes Achtsamkeitstraining, Meditation & Atemregulation
Moderne, unvoreingenommene Praxis: Vollkommen frei von Esoterik – fundierte neurobiologische und physiologische Grundlagen von Achtsamkeit, Meditation und Atemmechanik.
Regulation des autonomen Nervensystems: Gezielte Atem- und Meditationsübungen zur Senkung sympathischer Überaktivität und Stärkung des Parasympathikus/Vagustonus.
Aktive Intervention bei chronischen Krankheitsbildern: Konkrete Übungsprotokolle für den Einsatz bei chronischem Schmerz, Stress- und Erschöpfungszuständen, Depressionen, Angststörungen, Panikattacken und Suchterkrankungen.
100% Activity First: Achtsamkeit und Atmung nicht als passives Ruhekissen, sondern als aktives, trainierbares Werkzeug zur Eigenregulation und Verhaltensänderung.